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Personenzentrierter Ansatz und die Strukturierte Informationssammlung (SIS)

Im Rahmen von der Politik geplanten „Entbürokratisierung der Pflege“ führen wir eine vereinfachte Dokumentation, die flexibel für Veränderungen ist und sich einfach auf dem aktuellen Stand halten lässt. Gleichzeitig erhält man dabei eine schnelle Orientierung über die individuelle Gesamtsituation des zu Pflegenden, ebenso wie dessen eigene Wahrnehmung, Einstellung und Erwartungshaltung. Pflegerelevante Risikofaktoren erhalten ein hohes Gewicht.

Die Fachkompetenz der Pflegefachkräfte erfährt eine Rückbesinnung und der professionellen Einschätzung der Pflegefachkräfte wird stärker vertraut.

In der Grundpflege werden nur noch die von der Pflegeplanung abweichenden Ereignisse und Leistungen dokumentiert.

Die Grundstruktur der Informationssammlung besteht aus 6 Themenfeldern :

  1. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  2. Mobilität und Beweglichkeit
  3. Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen
  4. Selbstversorgung
  5. Leben in sozialen Beziehungen
  6. Haushaltsführung

Die Maßnahmenplanung erfolgt individuell und wird auf die grundpflegerische Regelversorgung und Behandlungspflege beschränkt. Die Dokumentation der Behandlungspflege und die Maßnahmen des Risikomanagements werden als verpflichtend beibehalten.

Alle Veränderungen werden im Rahmen der Qualitätssicherung überwacht.

Nach schriftlicher Festlegung der problemorientierten Felder und auch der Aufnahme der vorhandenen Ressourcen des Patienten übernimmt die Pflegedienstleitung oder deren Vertretungen die erste fachliche Einschätzung für die in der Pflege und Betreuung relevanten Risiken (Gefahren) und Phänomene. Dazu gehören:

  • Dekubitus
  • Sturz
  • Inkontinenz
  • Schmerz
  • Ernährung
  • sonstiges frei wählbar wie Kontrakturen, Diabetes mellitus, Palliative Phase usw. passend zu dem Erscheinungsbild des Patienten

Die Strukturierte Informationssammlung (SIS) bildet die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Ressourcen des Menschen ab und dient als Erfassungsmodell, mit dem der individuelle Pflegebedarf benannt werden kann. Alle Themenfelder stehen miteinander in Beziehung, weisen aber keine hierarchische Struktur auf. Wichtig ist zu differenzieren, welche Maßnahmen der Patient alleine und welche er mit Hilfe des Pflegedienstes ausgeführt bekommen möchte. Es wird auch festgehalten, wenn Aufgabenfelder durch Familienangehörige oder sonstige Beziehungspersonen übernommen werden. Dies geschieht alles auf dem vorgegebenen Bogen der Informationssammlung. Alle Erkenntnisse werden direkt im Computer eingegeben und anschließend ausgedruckt. Es werden alle benötigten Beratungen des Patienten über seine erhobenen Risiken geführt. Anschließend wird ein Maßnahmenplan mit den genauen Tätigkeiten und Leistungen vor Ort nach den Wünschen des Patienten erstellt. Alle Leistungswünsche werden durch die Individualität des Einzelnen geprägt. Aufgabe des Pflegenden ist die Herstellung der größtmöglichen Unabhängigkeit bei physischen und psychischen Erkrankungen. Die zu erbringenden Prophylaxen werden in unserer Maßnahmenplanung berücksichtigt. Alle Veränderungen werden sofort in der Maßnahmenplanung berücksichtigt.

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