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AEDL`s

Aktivitäten und
Existenzielle Erfahrungen
Des
Lebens
Mit Hilfe der AEDL´s ermitteln wir sowohl die gesunden als auch die krankheitsbedingten Anteile der Bewohner, die im gesamten Pflegeprozess zu berücksichtigen sind. Die vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten werden dabei besonders gewertet, da sie das Selbstwertgefühl des pflegebedürftigen Menschen aufrecht erhalten.
Die Einbeziehung der sozialen Bereiche und der existenziellen Erfahrungen kann vielfach kritische Situationen (z.B. Krankheit, Depressionen) unserer Bewohner mildern, wenn die Pflegekraft mögliche Reaktionen und Entwicklungen frühzeitig einzuschätzen weiss und entsprechende Hilfen anbieten kann. Fortschritte und positive Erfahrungen werden als Ressourcen genutzt, aus denen Mut und Zuversicht geschöpft werden kann.

Die 13 Lebensbereiche (AEDL´s) sind:

  • Kommunizieren
  • Sich bewegen
  • Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten
  • Sich pflegen
  • Essen und trinken
  • Ausscheiden
  • Sich kleiden
  • Ruhen und Schlafen
  • Sich beschäftigen
  • Sich als Frau oder Mann fühlen und verhalten
  • Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen
  • Soziale Bereiche des Lebens sichern
  • Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen

Kommunizieren

Wir fördern die Beziehung zum Bewohner und der Bewohner untereinander durch Gespräche, Gruppenarbeit, gemeinsame Mahlzeiten und gemeinsames Beisammensein.

Sich bewegen

Wir geben Hilfen zur Förderung der allgemeinen Beweglichkeit z.B. beim Gehen und Sitzen, beim Aufsitzen oder bei jedem Lagewechsel. Es gilt der Grundsatz der aktivierenden Pflege, was bedeutet, dass jeder Bewohner mobilisiert wird. Dekubitus oder lagerungsbedingte Ödeme sollen vermieden werden. Mobilisierung, Kontraktur und Dekubitusprophylaxe gehören zu unserem Standard.

Vitale Funktionen aufrechterhalten

Wir fördern Atemfähigkeit, Kreislauf- und Wärmeregulierung. Wir achten auf Atemverhalten, Atemstörungen und Infekte. Zum Standard gehören regelmässige Kontrolle der Durchblutung, des Blutdrucks, des Puls, der Körpertemperatur und der Transpiration.

Sich pflegen

Wir geben Unterstützung beim Waschen, Baden, Duschen, Rasieren, Kämmen und der Zahnpflege. Individuelle Körperpflege wird unterstützt und gefördert. Die allgemeine Hautpflege soll so selbstständig wie möglich durchgeführt werden. Entsprechende Pflegemassnahmen erfolgen nach den jeweils festgelegten Standards, ebenso die Soor- und Parodontitisprophylaxe. Die Intimpflege erfolgt unter besonderer Berücksichtigung des Schamgefühls der Bewohner.

Essen und Trinken

Wir achten auf die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Essgewohnheiten der Bewohner. Wir achten auf ausreichende Nahrungszufuhr und vor allem auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Bei pflegebedürftigen Bewohnern prüfen und beachten wir die Art der Nahrungsaufnahme (z.B. passierte Kost, Diätkost oder Sondennahrung). Es wird darauf geachtet, dass sämtliche Speisen verträglich sind. Aus ganzheitlicher Sicht achten wir bei der Ernährung auch auf die Mundpflege und die Hygiene der Hände.

Ausscheiden

Bei individuellen Inkontinenzproblemen werden Pflegehilfen gegeben. Bei der Urinausscheidung werden Menge, Rhythmus, Miktionsstörungen und Anzeichen von Harninfekten beobachtet. Bei der Stuhlausscheidung beobachten wir neben Menge und Rhythmus auch Opstipation und Diarrhoe. Alle Beobachtungen werden dokumentiert und in die Pflegeplanung mit einbezogen; die notwendigen Pflegemassnahmen werden durchgeführt.

Sich kleiden

Persönliche Kleiderwahl ist uns wichtig. Ein angenehmes Erscheinungsbild fördern wir. Aktivierend und ermunternd geben wir Unterstützung beim An- und Auskleiden. Entsprechende Trainings werden durchgeführt.

Ruhen und Schlafen

Der physiologische Schlaf- und Wachrhythmus wird durch einen normalen Tagesablauf gefördert. Gewohnheiten der Bewohner werden respektiert. Schlaf- oder Beruhigungsmittel verabreichen wir nur nach Ärztlicher Anordnung

Sich beschäftigen

Um diesen Lebensbereich sinnvoll zu gestalten, versuchen wir auf die Interessen und Hobbys unserer Bewohner einzugehen und sie zu fördern. Unsere Ergotherapeutin versucht mit unseren Bewohnern einen zielorientierten Tagesablauf zu gestalten. Unsere verwirrten Bewohner werden durch eine geronto-psychiatrische Fachkraft betreut.

Sich als Frau oder Mann fühlen und verhalten

Pflegearbeit sollte nach unserem Verständnis das positive Selbstempfinden jedes Menschen in allen Bereichen finden und stärken. Dazu gehört auch die Sexualität, die von uns akzeptiert und ernst genommen wird.

Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen

Wir geben Hilfe und Orientierung in allen Bereichen, um dem Bewohner eine sichere Lebensführung zu ermöglichen. Wo Hilfe und Unterstützung notwendig ist, zeigen wir entsprechende Möglichkeiten auf. Psychische Sicherheit vermitteln wir durch die Bekräftigung der eigenen Identität, besonders bei dementen Bewohnern.

Soziale Bereiche des Lebens sichern

Soziale Kontakte nach innen und nach aussen versuchen wir zu fördern oder aufrechtzuerhalten. Wir fördern Begegnungen geistlicher, kultureller und geselliger Natur. Durch die Aufnahme und Pflege persönlicher Beziehungen zu anderen Bewohnern wollen wir die soziale und persönliche Identität sichern helfen.

Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen

Wir unterstützen unsere Bewohner in schwierigen Situationen, wenn es um schwere Entscheidungen, Angst, Sorge, Schmerzen, Isolation und Sterben geht.

Wir versuchen aber auch sinnfördernde Angebote zu unterbreiten und wollen dadurch Hoffnung, Wohlbefinden und Lebensfreude vermitteln.